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08.09.2010 12:17
René Richter
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Eigener Text

„Oh, wie kuschelig warm“, könnte ich mir gedacht haben, als ich kurz vor meiner Geburt stand. „Hier möchte ich bleiben“, denn hier war ich ja schließlich fernab jeglicher Gefahr, hätte ich vielleicht gedacht. Doch das Schicksal meinte es anders mit mir und entriss mich dieser wunderbaren Sphäre durch die Hände eines sog. „Arztes“ am 26.05.1988 in einem Krankenhaus in Jena. Zu der Zeit meiner Geburt wusste ich noch nichts mit diesem Begriff anzufangen, klar. Mit einem freudigen Klatsch auf den Po wurde ich begrüßt und weil das so verdammt wehtat, musste ich auch sofort sehr lange und sehr stark, unter Austritt von mindestens 100 Litern Tränenflüssigkeit, weinen. Ich beschloss es dem Arzt nicht übel zu nehmen und beruhigte mich wieder.

Danach folgte die Zeit der Entdeckungen. Die Welt stand mir offen und wartete darauf, von mir erobert zu werden. Ich durchdrang binnen kürzester Zeit viele, viele Grenzen, so auch auf nervlicher Seite meiner Eltern (uuups^^). Tja ja, die süßen Kleinen. Wie dem auch sei. Ich besuchte bis zu meinem 6. Lebensjahr (ich denke mal ab dem 1. oder 2. Lebensjahr beginnend) meine geliebte Kinderkrippe „Wirbelwind“ in Winzerla. Hier lernte ich einige Freunde kennen wie z.B. Silke, welche bis zur 12. Klasse dieselben Schulen durchstreifte wie ich. Etwa im 4. Lebensjahr (oder so^^) wechselte ich von der Krippenbetreuung zur Gärtnerbetreuung(^^), sprich: in die Kindergartenabteilung. Wie es der Zufall wollte, betreute mich eine Zeit lang in einem der beiden Stadien eine Frau, deren Sohn ich später noch als Freund gewinnen sollte (für Insider: Schink). Nachdem ich nun heil die ersten beiden Stufen meiner Lebenskarriere gemeistert hatte, wartete die Grundschule „Friedrich Schiller“ (ebenfalls Winzerla) auf mich. Hier langweilte ich mich täglich sehr, was sich auch an meinen Zeugnissen und den Beurteilungen durch meine Lehrer nachweisen lässt. Doch letzten Endes schaffte ich es doch, aufs Gymnasium versetzt zu werden (ich meine, wenn ich schon der Beste in den Mathewettbewerben in der Grundschule war, dann will ich auch versetzt werden, ’ne^^).

Doch eh dies geschah wurde ich in der 3. Klasse in den Vorkurs des Knabenchores der Jenaer Philharmonie aufgenommen, um dann später in den Hauptchor aufgenommen zu werden, welchem ich sehr lange treu war. Trotzdem hatte ich nebenbei noch viele andere Hobbys! Wie dem auch sei war ich nun am Ernst-Abbe-Gymnasium (Ringwiese) angekommen. Hier lernte ich neue Freunde kennen und lies meinen Charakter durch vielerlei Einflüsse (Lehrer, Schüler, …) weiter formen und reifen. Ich besuchte zwar nun nicht mehr so viele AGs wie in der Grundschule, aber dafür betrieb ich meine Hobbys stärker und schaffte es, mich ab der 10. bzw. 11. Klasse dann doch mal für die Schule zu interessieren und auch mal etwas dafür zu tun.

Als ich dann so etwa 13 Jahr alt war und viele Stufen meiner Lebenskarriere wieder einmal hinter mir gelassen hatte, wähnte ich einen Tischtennisverein zu besuchen. Schon war es um mich und meine Tischtenniskarriere geschehen. Ich trat dem SV Schott Jenaer Glaswerk e.V. bei (wer Chris’ Biografie gelesen hat dürfte das irgendwoher kennen). Ich erschloss so immer mehr Räume, welche sich in meiner Zukunft als durchaus positiv erweisen sollten. Mit fortschreitender Zeit schürte sich das Band um mich und einige meiner Freunde, wodurch wir noch enger zusammen traten. Wir bilden seitdem ein großes freundschaftliches Gefüge.

In der 11. Klasse lernte ich dann meine jetzige Freundin Steffi *knuddel* näher kennen und kurz vor Weihnachten hat es dann bei uns beiden gefunkt…wie romantisch! Zurück zum Thema. Die Zeit verging, ich hatte Panik vorm Abi und zum Schluss hab’ ich’s doch geschafft. Nach dem Ende meines aktuell letzten Abschnitts der Karriereleiter (neue stehen schon an!!!) hörte ich von einem frohlockenden Grüppchen, welches dem Gesang frönte und sich noch zu formieren versuchte. Heute nennt sich dieses Grüppchen „Octavians“ und wird noch eine große Zukunft haben, zu welcher ich versuchen möchte, so viel wie möglich beizutragen! …Wo wir gerade bei musikalischen Leistungen sind: Ich arbeite schon seit vielen Jahren an Soloprojekten und mit Matthias fand ich eine ideale Abwechslung zu meinen Projekten, wodurch die „Hairstyler(s)“ entstanden.

Doch nun genug. Sehen wir, was die Zukunft bringt…

 

Kommentare der Anderen

Usch:

Jeden Donnerstag um 10:05 Uhr sehen wir uns für 5 Minuten, wenn ich gerade meinen Aufwach-Kaffee in der Cafeteria hole und René schon fleißig über seinen Physik- und Mathematik-Aufgaben hängt. Ein vorbildlicher Student! Er passt perfekt in unsere Gruppe und bringt oft und gern eine kleine Belustigung in die Probe. Seine unglaublichen rhetorischen Fähigkeiten machen schon allein seine Ansagen in Konzerten zum reinsten Vergnügen. Nur an seiner Anwesenheit bei den außerchorischen, freiwilligen Gemeinschaftsaktivitäten müssen wir noch ein wenig feilen, aber das wird schon!

Matthias:

Mit René verbindet mich schon eine lange Freundschaft. Ob in der Schule, im Knabenchor oder in der Freizeit z.B. auf diversen Radtouren haben wir viel Zeit miteinander verbracht und können dies in der Gruppe trotz des Studiums auch weiterhin produktiv tun. Selbstverständlich ist René ein ausgezeichneter Sänger im ersten Tenor und trägt, wenn er es einmal pünktlich zur Probe geschafft hat, zu deren positiver Gestaltung bei. In Konzerten bringt er mit einem verschmitzten Lächeln und einer feurigen Ansage das Publikum schnell auf seine Seite und ist unter anderem damit für uns unverzichtbar geworden.

Andreas:

Man kann getrost sagen, dass der erste Tenor ohne René aufgeschmissen wäre. Wo Heiko nicht will oder kann, springt er ein! Natürlich gilt das genauso umgekehrt. Er bildet sozusagen das Volumen des 1. Tenors, wobei er noch mehr zur Geltung kommen würde, wenn er nicht zu spät kommen würde. Frauen mögen das ja mögen, aber wir nicht so unbedingt. Aber wenn er dann in seiner gekonnten Art und Weise mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht um Vergebung bittet, nur um im nächsten Augenblick vor dem Klavier zu sitzen und irgendwas zu spielen (Ich erinnner mich da an ein "Hey, Pippi Langstrumpf..."), muß man ihm einfach zugestehen, er ist oft für die positive Stimmung mit verantwortlich. Andererseits bringt er seine Finger durch das Klavierspielen sehr in Gefahr, denn an jedem Klavier ist ein Deckel für die Tasten und gewisse Personen sind manchmal versucht, diesen Deckel einfach zu zu hauen, damit mal für einen wichtigen Moment Ruhe einkehrt. Zu erwähnen bleibt noch, dass er die zweite Hälfte der Ansage ist. Mit solider Arbeit liefert er wiederum das Fundament für Hannis Höhenflüge, die ohne René so nicht möglich wären.

Heiko:

Unser René ... was wären wir aufgeschmissen, hätten wir ihn nicht. Er bildet die Basisnote unseres Katzengejammers im ersten Tenor, und meine Fistelstimme wäre ohne ihn grausam anzuhören. Eben diese Umstandsbeschreibung trifft jedoch auch für seine Orgien am Klavier zu, die er in den Proben immerwieder ersucht zu etablieren. Aber mal realistisch: René ist ein hervorragender Tenor, auch wenn er das selbst nicht gern hört, und verschönert mit seinen Ideen jedes Konzert............. Vielen Dank!

Micha:

...folgt...

Martin:

...folgt...

Kommentare der Ehemaligen

Schned:

Das Pendant zu Heiko... zumindest in der Höhe. Mit ihm ergibt sich erst die Vielfältigkeit und Vielseitigkeit unseres 1. Tenors. Er zeigt, wie alle in unserem Ensemble, ein sehr feines Gespür für die Musik und überzeugt durch kreative Ansagen genauso wie durch seine regelmäßige Unpünktlichkeit. Nichts desto trotz ist es immer wieder ein Vergnügen, mit ihm zu singen und Spaß zu haben. Leider ist er relativ selten bei den "After-Rehearsal-Activities" zu sehen, aber wenn er dabei ist muss man höllisch aufpassen, dass er NICHT die interessanten bunten Flaschen zum mixen in die Hand bekommt!

Hanni:

Ein Physiker wie er im Buche steht: genial, könnend und immer in höhere Sphären strebend, sich dabei aber auf ein sicheres Fundament verlassend. Kein Wunder, dass er das auch noch studiert Wink! Dabei kenn ich ihn eigentlich nur als Sangesbruder, wobei wir beide eine überaus wichtiges Amt innerhalb der Octavians bekleiden. Wir sind nicht nur ein Teil der äußertsten Randstimmen sondern bereichern fast jeden Auftritt mit besonderen Ergüssen textlicher Natur, die schon so manches Konzert zu einen wahren Hit gemacht haben. Das er manchmal seiner eigtl. Berufung nicht nachkommt und stattdessen versucht mich zu "untersingen" - und scheitertSmile - fällt da bei einer so hervorragenden Zusammenarbeit nicht weiter ins Gewicht.