Auch ich entstamme dem schönen Tal, in dem Jena liegt.
Mein Leben begann am 30.03.1987. Den ersten Umgang mit der Musik, bekam ich im Schulchor der Jenaplan-Schule Jena. Hier hab ich aktiv mitgesungen, bis zu dem Zeitpunkt als der Knabenchor der Jenaer Philharmonie in der Zeitung nach neuen Knaben suchte. Meine Mutter, voll überzeugt von meinem Talent, zerrte mich unter wilden Getobe und Gejammer zum Vorsingen. Thomas Prange, der damalige Stimmbildner im Knabenchor, sagte mir, dass ich für den Vorkurs schon zu alt wäre. Doch da ich ja nicht ohne musikalische Vorbildung bei ihm vorsang wurde ich gleich in den Nachwuchschor gesteckt und sollte nur noch Notenkenntnisse im Flötenkurs erlernen. An dieser Stelle möchte ich meiner Mutter danken, dass sie sich in diesen Punkt durchgesetzt hat, da ich dadurch die Musik erst richtig kennenlernte.
Ich besuchte die Jenaplan-Schule bis zu meinen bestanden Abitur. Momentan bin ich noch Zivildienstleistender an dieser Schule. Ich strebe ein Pädagogisches Studium auf Lehramt an. Die genaue Fächerzusammenstellung steht noch nicht ganz fest und wird hier bald aktualisiert.
Wie bin ich zu den Octavians gekommen?
Naja es war so, als ich davon hörte, dass sich die Octavians auflösen wollen, fand ich es schade, dass sich für mich nie die Möglichkeit ergab, sie mal live und in Farbe zu erleben. Doch bald erfuhr ich das es zu keiner Auflösung kommt, da mir eines Tages prompt mal gesagt wurde: „Ach übrigens du singst bald bei uns mit!“. Für mich kam das schon ein wenig plötzlich, doch hab ich mich gefreut, denn es gibt nichts Besseres, als Musik in einem A-Cappella Ensemble zumachen.
Natürlich hab ich mir gleich gedacht, dass einiges auf mich zukommen wird. Besonders, wenn man bedenkt welche Personen vorher im 2. Bass gesungen haben. Auch der Gruppenklang, der sich schon entwickelt hatte, wird nun wieder durcheinander gebracht, wodurch man doch vor große Erwartungen der restlichen Octavians gestellt wird.
Ich stellte mich dieser Herausforderung und begann im Oktober 2008, aktiv mit den Probenarbeiten. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass die Bedenken nicht so gravierend waren wie gedacht. Es war allen bewusst dass die Gruppe sich neu entwickeln muss.
Nach den ersten Konzerten, in der neuen Besetzung, merkte man, dass das Publikum uns so annahm. Ich persönlich freue mich sehr, das Glück zu haben beim weiteren Weg der Octavians mitzuwirken zu können.
Michael Ring